Autoren
Hedwig Brenner wurde 1918 im von vielen Kulturen und Toleranz geprägten Czernowitz geboren, als dieses zum österreichischen Kaiserreich gehörte. Das an der Universität Wien begonnene Studium der Kunstgeschichte musste sie 1938 wegen der Machtübernahme der Nationalsozialisten abbrechen. Als junge Frau erlebte sie die politischen, dann kriegerischen Auseinandersetzungen im Grenzraum zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem kommunistischen Russland. Sie wurde Zeugin von den Deportationen in die Vernichtungslager, und nach dem Krieg von der kommunistischen Machtübernahme in Rumänien. Im Jahr 1982 emigrierte sie mit ihrer Familie nach Haifa, Israel.
Hedwig Brenner veröffentlichte Feuilletons, Essays und Lyrik in deutscher und rumänischer Sprache in der Schweiz, in Österreich, Rumänien, Israel und den USA; sodann „Jüdische Frauen in der Bildenden Kunst“, 4 Bände, Hg. E. R. Wiehn, Hartung & Gorre, Konstanz 1998ff.
Im Dezember 2011 wurde der Autorin das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Mehr zu Hedwig Brenner: Oester. Rundfunk, Wikipedia
Mehr zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Hedwig Brenner: Jewish Bukovina Czernovitz Blog
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Leas Fluch
Eine Familiengeschichte - ein Zeitdokument 1840 - 2003
Drei Frauen – drei Generationen – erzählen ihre Geschichte. Es ist die Geschichte einer verzweigten jüdischen Familie in Czernowitz (Bukowina), die von den grossen historischen Ereignissen des 19. und 20. Jahrhunderts unmittelbar berührt war. Und neben den grossen Ereignissen erzählen sie von ihrer Familie, vom beruflichen Alltag, vom kulturellen Leben und von ihren persönlichen Freuden und Nöten.
Das vorliegende Buch ist der erste Band der Familiengeschichte. Der zweite Band mit dem Titel „Mein zwanzigstes Jahrhundert“ erschien anfangs 2006.
Erzählte Geschichte, 257 S., zahlreiche Abbildungen
munda, Brugg 2005
Ladenpreis 33 CHF [unverbindliche Empfehlung], 21 € [D], 21.60 [A]
ISBN 978-3-9522275-6-5 (alt ISBN 3-9522275-6-0)
Vergriffen. Ab dem 1. Januar 2011 ist der Titel nicht mehr im Buchhandel erhältlich.
Diese faszinierende Familiengeschichte erzählt von der Ansiedlung der Juden in Czernowitz und davon, wie sie die Gleichstellung mit den Christen erlangten. Die erste Generation bricht aus der Familie aus. Die zweite, aus der die schöne, rebellische Zirkusreiterin Rosi stammt, die nach Indien zieht, schliesslich aber wieder in die geliebte Bukowina zurückkehrt, lässt etwas von der Rebellion ahnen, die die alten Traditionen durchbricht. Friedl, aus der dritten Generation, die als Braut wie die österreichische Kaiserin Elisabeth aussieht und längst assimiliert ist, lebt schon in jenes schicksalhafte Jahrhundert hinein, das die Familie in alle Winde zerstreut und das Leben der Czernowitzer Juden beendet.
Maria Stiefl-Cermak im "Freiburger Rundbrief", 16. Jg. Nr. 2 (2009)
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Mein 20. Jahrhundert
In den Erinnerungen der Erzählerin lebt das alte Czernowitz mit seiner bedeutenden jüdischen Gemeinde nochmals auf, und wir erleben mit, wie diese multikulturelle Stadt durch die grossen historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts in wenigen Jahrzehnten unterging und ihre Einwohner über die ganze Welt verstreut wurden. Wir spüren die Trauer über die schmerzhaften Verluste, aber auch den Geist, der die alten Bindungen neu erschafft und damit der Zerstörung trotzt.
Das vorliegende Buch ist der zweite Band einer Familiengeschichte. Der erste Band mit dem Titel „Leas Fluch“ ist bereits im Jahr 2005 erschienen.
Erzählte Geschichte, 368 S., zahlreiche Abbildungen
munda, Brugg 2006
Ladenpreis 38 CHF [unverbindliche Empfehlung], 24 € [D], 24.70 [A]
ISBN 978-3-9522275-8-9 (alt ISBN 3-9522275-8-7)
Vergriffen. Ab dem 1. April 2011 ist der Titel nicht mehr im Buchhandel erhältlich.
Ausgehend vom multikulturellen Czernowitz, das an den historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts zugrunde ging, berichtet die Autorin mit einer Mischung von Erinnerungsfreude, gelegentlichem Sarkasmus und einem erstaunlichen Gedächtnis für Details, wie sie als junge Frau die Auseinandersetzungen zwischen dem kommunistischen Russland und dem nationalsozialistischen Deutschland erlebt. (...) Hedwig Brenner hat das ganze Grauen erlebt und überlebt, die Deportationen in die Vernichtungslager, die Unmenschlichkeiten, die kommunistische Machtübernahme. Sie hat der Zerstörung getrotzt und sich nicht verbiegen lassen.
Maria Stiefl-Cermak im "Freiburger Rundbrief", 16. Jg. Nr. 2 (2009)
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