Autoren
Maria Iori lebte, arbeitete und reiste während mehreren Jahren im Ausland, davon drei Jahre in Australien als Emigrantin. Nach der Rückkehr in die Schweiz war sie in verschiedenen Funktionen tätig, in der Industrie sowie in Nonprofit-Organisationen. Dazwischen gründete sie eine Familie und entwickelte ihre Kreativität in Malerei, Zeichnen und Literatur. Von 1995 bis 2000 führte sie die Geschäfte des Netzwerks schreibender Frauen.
Von Maria Iori liegen Beiträge in Anthologien und Literaturzeitschriften vor. "Halt auf Verlangen" ist ihr erster veröffentlichter Roman.
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Halt auf Verlangen
Der Rückzug auf eine Insel bedeutet für ein erzählendes Ich Besinnung auf Grenzen und damit Ausloten des Veränderbaren. Abwechselnd distanziert und berührt vom Alltag anderer Menschen lässt dieses Ich den Erzählfluss durch eine Landschaft von erinnerten Wahrnehmungen und unstillbarer Sehnsucht mäandern. Dabei webt die Erzählende für uns eine in ungewöhnlicher Weise zusammenhängende, vernetzte Wirklichkeit. Mit dichter Sprache und fein ausgearbeiteten Bildern setzt Maria Iori das Umfeld des modernen Menschen ins Persönliche um.
Roman, 171 S.
munda, Brugg 2003
Ladenpreis 28 CHF [unverbindliche Empfehlung], 18 € [D], 18.50 € [A]
ISBN 978-3-9522275-2-7 (alt ISBN 3-9522275-2-8)
Vergriffen.
"Sehnsucht ist Verdichtung alles Wehwehs zu Schmerz, ist Hoffnung in Hoffnungslosigkeit." Über Sehnsucht zu schreiben, das haben schon manche versucht. Es scheint ein schwieriges Unterfangen zu sein. In ihrem Romanerstling hat es Maria Iori auf lyrische Art und Weise versucht. Mit Erfolg. - Ein weibliches Ich sitzt auf einer griechischen Insel in einem Haus und sinniert. Über die Liebe („Ohne Perspektive gewinnt man Liebesschmerz wenig Sinn ab.“), über Verstand („Verstand versteht die Liebessprache nicht. Er arbeitet mit der Erinnerung, sie schafft sich neu.“), über das Reisen („Relationen gehen verloren. Sich ärgern über einen Franken Unterschied und einen Tausender hinlegen.“) Die Liste wäre lang. Der Leser stellt sich aber vorerst die Frage: Was soll das? Nach zehn Seiten hat sich die Frage erübrigt. Es ist lyrische Prosa. Es sind die teils abstrakten Gedanken einer Frau, die viel gereist ist und intensiv geliebt hat. Als Mann-Leser wünscht man sich nur eines: So geliebt zu werden, wie das Ich hier liebt.
Philipp Albrecht, Das Netzmagazin Nr. 71, März 2004 (früher Plebs Netzmagazin)
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